SOUNDCHIPS |
| In den 1980er Jahren wurden SOUNDCHIPS in Heimcomputern wie dem C64 verbaut. Hier war es der SID-CHIP der wahrscheinlich maßgeblich zum dem riesigen Erfolg das C64 beigetragen hat. Der SID CHIP gilt heute als bester Soundchip der 8-Bit-Ära. Aber auch bei ATARI wurden SOUNDCHIPS verbaut. Hier war es der YM2149/AY-3-8910 der auch in Spielkonsolen und Spielautomaten bis in die 80er Jahre rege Verwendung gefunden hat. Heute sind SOUNDCHIPS durch die PC Technik nicht mehr aktuell. Der Yamaha YM3812 ist ein FM Synthesizer, und wurde auf den Uralten Soundblaster Soundkarten verwendet. Eine erweiterte Version des OPL2, der OPL3 alias YMF262, fand seinen Einsatz ab der Soundblaster Pro 2.0 und weitere Verbreitung in deren Nachfolgern wie der Soundblaster 16. Betrachten wir deshalb diese drei sehr unterschiedlichen SOUNDCHIPS und ihre Verwandten. Obwohl diese CHIPs definitiv nicht mehr hergestellt werden, ist die Möglichkeit in den Besitz eines dieser Chips zu kommen sehr groß. Und im Folgenden soll gezeigt werden was so damals so ging und was man heute noch damit anfangen kann! |
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Der MOS Technology 6581 SID (Sound Interface Device) war ein Soundchip, der hauptsächlich in den Heimcomputern C64 von Commodore zum Einsatz kam. Er gilt als bester Soundchip der 8-Bit-Ära. Vom Byte Magazin wurde er 1995 in einer Liste der 20 wichtigsten Chips der Computergeschichte aufgeführt. Entwickelt wurde der SID von Bob Yannes, der später die Firma Ensoniq gründete.

Technische Eigenschaften :
Verwendet wird dieser Soundchip im Poly-SID Synthesizer!
Von dem SID gibt es drei Versionen, die alte 6581 Version und die neueren HMOS-II Versionen 8580 und 6582. Dieser Chip wurde überwiegend im C128 verbaut und sollte eine verbesserte Version des 6581 Chips sein. Unterschiedlich sind sie auf jeden Fall !!!

Dieser CHIP ist Pin- und Registerkompatibel zum 6581 SID. Nur die Spannungsversorgung ist 9V und nicht 12V. Ein einfacher Austausch des Chips ist also tödlich! Also immer die Spannung von 12V auf 9V ändern.
Der 6582 wurde nie in einem C64 oder C128 verkauft aber teilweise als Ersatz für defekte 8580 verwendet, da er, genau wie der 8580, mit 9V Spannung läuft im Gegensatz zum älteren 6581, der 12V benötigt. Auch von dem 8580 wurden diverse Versionen hergestellt. Auf dem Aufdruck ist das R5 zu sehen, also Version 5.
Die technischen Eigenschaften entsprechen denen des 6581 und so soll hier nur auf die "echten" Unterschiede geschaut werden.
| 6581: | 8580: | |
| Filter | Nichtlinear (sollte aber eigentlich linear sein)und starke Schwankungen von Chip zu Chip | Linear (nicht gut aber viel besser als beim 6581) |
| Klang | Analog,starke Filtereffekte | Klar,Reinen |
| Störgeräusche | gerade noch erträglich. | Weniger als beim 6581 |
| Sonstiges | 4 Bit Samplewiedergabe mittels Lautstärkeregister. | 4 Bit Samplewiedergabe mittels Lautstärkeregister oft nicht möglich. |
Verwendet in folgenden Projekten : Poly-SID Synthesizer

Der SOUNDCHIP wird über Register gesteuert, wobei die Hauptarbeit der Klangerzeugung vollständig autonom ausgeführt wird und keine zusätzliche Prozessorleistung erfordert. Jeder der insgesamt drei Tonkanäle kann nur Rechtecksignale mit jeweils eigener Frequenz erzeugen, der Rauschkanal kann einem oder mehreren dieser Rechtecksignale beigemischt werden. Jeder Kanal hat eine eigene Lautstärkeregelung und für alle Kanäle gibt es global eine Hüllkurve mit wählbarem Verlauf und einstellbarer Frequenz.
Die Standardversion (AY-3-8910) hatte ein DIL-40 Gehäuse, während die anderen Varianten (AY-3-8912) nur 28 Anschlüsse oder sogar nur 24 Pins haben(AY-3-8913). Verzichten wir auf I/O-Ports, die zur Klangerzeugung nicht ferwendet werden. Hergestellt werden diese ganzen Chips nicht mehr!!!!!!
Hier gibt es ein Datenblatt vom AY-3-8910.

Der YM2149 ist ein lizensiere Version des AY-3-8910 aus dem Hause Yamaha. Als Soundchip des ATARI ST ist er zu Ruhm gekommen und auch heute noch am häufigsten anzufinden.
Hier gibt es ein Datenblatt vom YAMAHA YM2149F.
Verwendet wird dieser Soundchip im YM2149-Mini-Synthesizer!

Der WF19054 ist ein lizensiere Version des AY-3-8910 aus dem Hause Winbond. Nicht so häufig anzutreffen, und deshalb gibt es (hier) auch kein Datenblatt.

Der Yamaha YM3812 auch bekannt als OPL2 (OPL ist eine Abkürzung für FM Operator Type-L) ist ein Soundchip bzw. integrierter Schaltkreis, hergestellt von der Yamaha Corporation und ist bekannt für seine weite Verbreitung in Soundkarten für den IBM-PC, z. B. AdLib und Soundblaster.
Er ist abwärtskompatibel zum OPL1 alias YM3526, dem er sehr ähnlich ist (Der OPL1 fand Verwendung in Soundkarten für die MSX Computer.). Eigentlich wurden nur drei neue Wellenformen hinzugefügt. Eine erweiterte Version des OPL2, der OPL3 alias YMF262, fand seinen Einsatz ab der Soundblaster Pro 2.0 und weitere Verbreitung in deren Nachfolgern wie der Soundblaster 16. Er unterstützt Stereosounds und kann in verschiedenen Modi bis zu sechs Stimmen mit vier Operatoren erzeugen, außerdem wurden noch einmal vier Wellenformen hinzugefügt. Weiterhin gibt es noch den OPL4, er ist abwärtskompatibel zu OPL3 und OPL2, wurde aber um Wavetable-Synthese erweitert.
Die Schaltung hatte 244 verschiedene Register zum Beschreiben. Sie kann neunstimmigen Sound ausgeben, jede Stimme (Kanal) erzeugt durch zwei Oszillatoren. Jeder Oszillator kann Sinuskurven produzieren, welche in drei andere Wellenformen verwandelt werden können der negative Anteil der Schwingung kann stummgeschaltet oder invertiert und auch Pseudo-Sägezahnschwingungen (1/4 Sinusschwingung aufwärts mit stummen Bereichen dazwischen) konnten erzeugt werden. Diese ungewöhnliche Art, Wellenformen zu erzeugen geben dem YM3812 einen charakteristischen Klang. Jeder der Wellen-Generatoren hat seinen eigenen ADSR-Hüllkurvengenerator. Seine Hauptfunktion, Töne zu erzeugen, ist die frequenzmodulierte Synthese wobei pro Kanal einer der beiden Oszillatoren den anderen moduliert.
Hier gibt es ein Datenblatt vom YAMAHA YM3812
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