DL-909
HAND CLAP
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![]() Fertig aufgebauter Prototyp des DL909 HAND CLAP Moduls |
Das Hand-Clap-Modul ist (wie alle anderen Module auch) auf einer Platine im Euroformat aufgebaut. Die Klangerzeugung das Hand-Clap-Moduls ist 100% analog aufgebaut und entspricht der Originalschaltung des Hand Clap aus der TR-909! Der Schaltungsaufbau entspricht aber auch dem Handclap der TR-808. Also etwas altbewährtes aus dem Hause Roland.
![]() Fertig aufgebauter Prototyp des DL909 CRASH CYMBAL Moduls |
Die
Bedienung erfolgt über nur ein Poti.
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Level: |
Lautstärke des Hand Claps |
Auf der Frontplatte ist eine 6,3mm Klinkenbuchse vorhanden, an der das Hand Clap Signal direkt abgegriffen werden kann. Wenn die Klinkenbuchse verwendet wird, ist der Trommelsound im Main Mix nicht zu hören.
Die erforderlichen Versorgungsspannungen, die Steuersignale und auch die Ausgangssignal der Module sind über einen 31poligen Synthesizerbus miteinander verbunden. Nur die benötigen Verbindungen sind an der Stiftleiste angelegt und so mit dem Bus verbunden.
Die verwendeten Anschlüsse sind bei dem Hand Clap folgende:
Diese Schaltung wurde schon in der TR-808 verwendet. Sie basiert auf weißem Rauschen, welches aus dem allgemeinen Rauschgenerator stammt. Dieses Rauschsignal wird mit U3 und verbundenen RC-Bandpassfilter (R9,C8,C9) gefiltert. Das Signal wird jetzt in zwei Teile aufgeteilt.
Das erste Teil durchläuft ein VCA (U5) der durch eine spezielle Hüllkurve gesteuert wird (U2 A-D, Q5). Diese Hüllkurve nimmt einen sehr großen Teil der Schaltung ein. Sie simuliert das Klatschen einiger Hände. Der "Doppeltransistor" der hier ja auch zwei Einzeltransistoren aufgebaut ist, sorgt für die Spannung nach Strom Umsetzung für die Ansteuerung des VCAs (U5).
Das zweite Teil durchläuft auch einen VCA der mit einem Transistor (Q6) aufgebaut ist, der durch eine einfache Hüllkurve (R27,R31,C13,C14 und D4) gesteuert wird. Dieses Teil produziert den atmosphärischen Hintergrundton des Instrumentes. Es klingt wie ein Reverb.
Beide Signalteile werden von U4 gemischt und verstärkt und dem Synthesizerbus zugeführt. Mit VR2 kann die Lautstärke verändert werden.

Das Ausgangssignal mit der karakteristischen Hüllkurve.
Das VCA IC mit der Bezeichnung BA662 ist nicht mehr erhältlich!!! Es muß also auf alternativen zurückgegriffen werden, die ich im folgenden vorstellen will:
BA6110: Ist wohl die beste Alternative. Leider nicht ganz leicht zu besorgen!!!! Datenblatt
CA3080: Ist gut zu verwenden, wird aber auch nicht mehr hergestellt. Nur noch Lagerware!!!
LM13600/Lm13700 : Kann auch sehr gut verwendet werden, aber dieses Gehäuse enthält zwei Identische OTAs. Es bleibt also einer unbenutzt, außerdem ist das Gehäuse sehr groß. Aber sehr gut erhältlich. Deshalb wurde dieser Typ verwendet.
Der Doppel PNP Transistor 2SA798 (Datenblatt)kommt in einem nicht alltäglichen 5 Pin Gehäuse daher. Er wird auch nicht mehr hergestellt, bzw. ist nur noch ganz schwer erhältlich. Es sollte also auch hier über eine Alternative nachgedacht werden. Folgend eine einfache Alternative:
2x BC557: Zwei Standarttransitoren werden thermisch gekoppelt indem sie z.B. mittels eines Kupferrohres zusammengepreßt werden. Wärmeleitpaste kann auch nicht schaden. Außerdem sollten beide Transistoren gleiche elektrische Werte aufweisen, was am besten mit Transistoren aus gleicher Fertigung gelingt. Billig, gut erhältlich, aber nicht die allerbesten Eigenschaften. Pinkompatibel ist das Konstrukt auch nicht.
Die übrigen Transistoren können einfach ersetzt werden. Der NPN Transistor 2SC2603(Datenblatt) wird durch den BC547(Datenblatt), der PNP Transistor 2SA1115(Datenblatt) wird durch den BC557(Datenblatt) ersetzt. Alle Dioden vom Typ 1SS133(Datenblatt) können durch die Kleinsignaldiode 1N4148(Datenblatt) ersetzt werden.
Die Operationsverstärker vom Typ M5216 von Mitsubishi (Datenblatt) werden nicht mehr hergestellt, bzw. sind nur noch schwer erhältlich. Aber ist eine Alternativen leicht gefunden.
TL071/TL072/TL074: Diese gut erhältlichen Typ mit 1, 2 und 4 Operationsverstärker in einem Gehäuse (Datenblatt). Pinkompatibel zum M5216 ist hier aber nichts. Also nur für Neuentwicklungen von Platinen geeignet. Es gibt auch andere verwendbare OPs, die aber oft zum TL071/72/74 Pinkompatibel sind.
Der AN6912 (Datenblatt) ist ein weiterer Operationsverstärker der im Original verwendet wurden. Es handelt sich hierbei um einen OP der für asymmetrische Spannungsversorgung optimiert ist. Aber auch hierfür gibt es alternativen.
LM2901: Gut erhältlich und auch sehr billig! (Datenblatt)
Eine Übersicht über alle in dem DL-909 Drumsynthesizer verwendeten Bauteile gibt es hier.
Um einen kleinen Eindruck zu erhalten wie der Sound der jeweiligen Module ist, wurden diverse Samples aufgenommen. Alle Demo-Samples sind unbearbeitet. Lediglich eine MP3-Decodierung wurde vorgenommen. Zum abhören der Samples würde ich WINAMP empfehlen.
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Sample 1 (mehr gibt es auch hier nicht) |
Eine Übersicht alle Sounds Samples des DL-909 Drumsynthesizers gibt es hier.
Der Nachbau des DL-909 Hand Clap Moduls sollte keine größeren Probleme bereiten. Es wurde eine einseitige Platine entwickelt, die leicht selber herzustellen ist. Hierzu stehen Platinenlayout und ein Bestückplan zum Download bereit. Auch gibt es einen Schaltplan und eine Stückliste um den Nachbau so einfach wie möglich zu gestalten.
Schaltplan: Der Schaltplan des Trommelmoduls ist auf einer Seite untergebracht. Damit entspricht ein Schaltplan auch genau einem Trommelmodul.
Platinenlayout: Da es sich um eine einseitige Platine handelt ist das Layout auf wenig Drahtbrücken optimiert. Die Platinenlayouts haben einen Maßstab von 1:1 und sind NICHT Spiegelverkehr gedruckt.
Bestückplan: Den Bestückplan gibt es zweimal. Ein Bestückplan zeigt die Bauteilnummern, der andere nur die Bauteilwerte. Sehr hilfreich beim Aufbau und der Fehlersuche.
Stückliste: In der Stückliste sind alle Bauteile enthalten.
Es gibt eine komplette Dokumentation mit Schaltplan, Bestückplan, Platinenlayout & Stückliste zu diesem Modul. Viel Spaß beim Nachbau!
Eine Übersicht über alle Dokumente (Schaltplan, Bestückplan, Platinenlayout & Stückliste) zum DL-909 Drumsynthesizer gibt es hier.
Es gibt eine umfangreiche Fotosammlung zum DL909 Drumsynthesizer! Alle Bilder sind in hoher Auflösung! Eine Übersicht gibt es hier!
Die Schaltung stammt aus der TR-909 von Roland!
ALLE INFORMATIONEN SIND NUR ZU LEHR-/LERNZWECKEN ZU VERWENDEN!
WARENZEICHNEN UND PATENTE GEHÖREN DEM JEWEILIGEM INHABER!
KEINE HAFTUNG FÜR FEHLERHAFTE ANGABEN UND DEREN AUSWIRKUNGEN!
Artikel, Layout & Fotos Copyright © 2001-2010 Dirk
Lindhof
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