YM2149-Mini-Synthesizer

Die
GeschichteDer AY-3-8910
war/ist ein sehr erfolgreicher Soundchip, der von General Instrument in
den frühen 80er Jahren entwickelt wurde. Später wurde er leicht verändert
von Yamaha als YM2149 lizenziert. 
Der Chip befand sich in den meisten der frühen Arcade-Spiele, aber
auch in Homecomputern, wie dem Schneider/Amstrad CPC, ZX Spectrum 128K
und dem bekannten Atari ST. Außerdem wurden diese Soundchips lange
Zeit in Spielautomen zur Tonerzeugung verwendet. Die
Töne diese Soundchips haben also die "Klangwelt" weitreichend beeinflußt.
Dieser Artikel soll helfen die guten alten Soundchip und noch viel mehr deren
80er Jahre Sounds nicht zu vergessen. Allgemeine
Informationen und eine Übersicht über die in den 80er Jahren hergestellten
Soundchips gibt es hier.
Die TechnikDer
auf Register basierende YM2149 ist für die Musik- und Klangerzeugung entwickelt
worden. Er besitzt drei Tonkanäle die Rechtecksignale mit variabler Frequenz
erzeugen. Jedem Kanal kann ein gemeinsammes Rauschsignal beigemischt werdem, das
auch in der Frequnez variables ist.Jeder Kanal hat eine eigene Lautstärkeregelung
und für alle Kanäle gibt es global eine Hüllkurve mit wählbarem
Verlauf und einstellbarer Frequenz. Hergestellt
wurde er in verschiedenen Technologien/Packages. Die Standardversion war ein DIL-40
Gehäuse. Später wurde er auch in kleineren Bauweisen erstellt. Die Klangerzeugung
war identisch, aber die zusätzlichen digitalen Ein/Ausgänge waren weggelassen
worden. In dem Synthesizer kann nur die 40Pin Version verwendet werden. Hergestellt
wird der Chip nicht mehr, aber da muß man halt einen alten ATARI schlachten.
Der SynthesizerBei
dem YM2149-Mini-Synthesizer handelt es sich um einen vollwertigen MIDI Synthesizer
mit den Maßen von 168x104x40mm. Das Gehäuse ist komplett
aus Aluminium, also sehr leicht und äußerst robust. Die Bedienung
erfolgt über 9 Potentiometer und 16 Schaltern, was für
einen Synthesizer dieser Größe außergewöhnlich ist. Zur
Anzeige der Betriebszustände werden außerdem 13 LEDs verwendet.
Neben der üppigen Anzahl von Bedienelementen ist auch die Anschlußmöglichkeit
vielfältig. Es steht MIDI IN und MIDI Out zur Verfügung,
wobei MIDI Out auch softwaremäßig auf Midi Thru umgeschaltet
werden kann. Alle ParameterDer Anschluß an das Mischpult erfolgt über
6.3mm Klinkenbuchse (unsymmetrisch), der Synthesizer kann also problemlos
in jedes Studio integriert werden. Die Stromversorgung erfolg über eine einfaches
Steckernetzteil mit ca.9-12V. Die
BedienungAlle Parameter (Register)
des YM2149 Soundchips besitzten ein eigenes Bedienelement in Form eines Potis
oder einem Schalter. Alle Parameter können also gleichzeitig geändert
werden, was sehr intuitiv, also absolut keine Menüs!!! Alle Parameter können
zusätzlich auch noch über MIDI geändert/gesteuert werden. Damit
hat jeder die volle Kontrolle über den YM2149. Die
SchaltungIn dieser Schaltung
schlagen zwei "Herzen". Das erste Herz ist der YM2149 von Yamaha außschließlich
für die Klangerzeugung zuständig. Das zweite Herz ist ein ATMEGA von
Atmel der für MIDI, die Ansteuerung des YM4149 und die Ansteuerung/Abfrage
des Bedienfeldes zuständig ist. Zur Abfrage der Schalter werden noch zwei
Schieberegister verwendet, und in dem Midiinterface befindet sich ein TTL Baustein
und ein Optokoppler. Ein paar Kondensatoren, Widerstände, Dioden und ein
Transistor sind auch noch erforderlich, aber ohne nennenswerte Funktion. Die
PlatinenDie Schaltung ist auf
zwei doppelseitigen Platinen aufgeteilt. Die Hauptplatine ist bestückt mit
dem YM2149, dem ATMEGA, dem MIDI-Interface und den Anschlußbuchsen. Die
zweite Platine nimmt sämtliche Bedienelemente (Potis und Schalter) und Anzeigeelemte
(LEDs)auf. Außerdem befinden sich hier auch die zwei Schieberegister die
zur Abfrage der Schalter benötigt werden. Die beiden Platinen sind durch
jeweils zwei Steckverbinder miteinander verbunden. Im gestecken Zustand sind beide
Platinen flach übereinander angeordnet. Die
Unterlagen Schaltplan: Der Schaltplan ist auf zwei
Seiten aufgeteilt. Eine Seite mit dem YM2149 mit externen Bauteilen und eine mit
dem ATMEGA und dem MIDI-Interface. Platinenlayout:
Das es sich um zwei doppelseite Platinen handelt, sind insgesamt vier Layoutfolien
erforderlich. Die Platinelayout haben einen Maßstab von 1:1 und sind NICHT
Spiegelverkehr gedruckt. Bestückplan: Für
die Hauptplatine gibt es nur einen Bestückplan, da alle Bauteile sich auf
der Platinenoberseite befinden. Bei der zweiten Platine befinden sich Bauteile
auf beiden Seiten und deshalb sind hier auch zwei Bestückpläne erforderlich.
Jeder Bestückplan gibt es zweimal, einen mit Bauteilnummern, einen mit Bauteilwerten. Frontplattenlayout:
Das Frontplattenlayout dient zur Beschriftung der Aluminium Frontplatte, kann
jedoch auch als Bohrschablone verwendet werden. Für die Seitenplatte mit
dem Anschlüßen gibt es nur einen Bohrplan. Eine Beschriftung ist hier
nicht nötig. Stückliste: In der Stückliste
sind alle Bauteile enthalten. Software: Hex-File
zum Programmieren des ATMEGAs Dokumentation: Bei der
Dokumentation handelt es sich um die Bedienungsanleitung, aber auch um die original
Datenblätter von Yamaha und General Instruments, die schon fast zur Bedienung
ausreichend sind. Datenblatt
vom AY-3-8910 , Datenblatt
vom YAMAHA YM2149F. ALLE INFORMATIONEN SIND NUR ZU LEHR-/LERNZWECKEN
ZU VERWENDEN! WARENZEICHNEN UND PATENTE GEHÖREN DEM JEWEILIGEM INHABER!
KEINE HAFTUNG FÜR FEHLERHAFTE ANGABEN UND DEREN AUSWIRKUNGEN!
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