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und nicht mehr zu gebrauchen, als Ersatz ist Musiksynthesizer.de
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Der SID Synthesizer

Der Meistverkaufte Computer aller Zeiten
Wenn man sich
den C64 mal ganz genau anschaut, dann fällt auf, das nur fünf
ICs für den großteil der Arbeit verantwortlich sich. Das
ist die 6510 CPU. 6502-Kompatiblen aber mit echtem 8-Bit breitem
I/O-Port ,zwei CIAs (Complex interface Adapter), die den Kontakt
zur Außenwelt mittels Ansteuerung der Ports, Tastaturabfrage usw.
herstellen und zwei weitere Spezial ICs. Das ist zum einen der VIC-II
(Video Interface Controller II) und der SID (Sound Interface
Device), der sich um die Tonausgabe kümmert und uns hier natürlich
am meisten interessiert.

Der Sound Interface
Device-Chip

Der 6581 SID-Chip
ist ein 3-Kanaliger elektronischer Musiksynthesizer und Soundeffektgenerator,
der mit der 65XX Mikroprozessorfamilie kompatibel ist. Der SID stellt
eine umfassende Kontrolle über Tonhöhe, Klangfarbe und Lautstärke
zur Verfügung. Spezialisierte Kontrollschaltkreise verringern die
benötigte Rechenleistung drastisch, dies macht den Chip ideal für
den Einsatz in Heimcomputern und Videospielen.
Die Arbeit am
SID begann im Frühling 1981. Verantwortlich dafür war Robert
Yannes, ein junger Ingenieur, der auch für den VC-20 verantwortlich
war.
Die Funktionen
des SID werden über 27 Register, die direkt adressierbar sind,
gesteuert. Die Basisadresse ist im C64 $D400. Mehr Information zu den
Registern gibt es hier.
Im SID sind
drei verschiedene Oszillatoren untergebracht, die vollkommen
unabhängig voneinander funktionieren. Für jeden Oszillator
kann als Wellenform zwischen Dreieck, Sägezahn, Rechteck mit
variablem Pulsverhältnis und weißen Rauschen gewählt
werden. Das überstreichbare Frequenzspektrum reicht von 0 bis 8,2
Khz. Für jeden Oszillator gibt es zwei Register zur Frequenzwahl.
Der in diese Register einzuschreibende Wert entspricht allerdings nicht
der Frequenz, sondern ist nur proportional. Mehr zur Berechnung der
Frequenz gibt es hier.
Ein Hüllkurvergenerator
ist auch im SID integriert, die sogenannte ADSR-Funktion. Jeder einzelne
Parameter kann einen Wert von 0 bis 15 annehmen und ergibt für
die Attack-Spanne Zeiten von 0,002 bis 8 Sekunden. Die Decay/Release-
Dauer beträgt zwischen 0,006 und 24 Sekunden. Mittels dieser Funktion
lassen sich die Lautstärkeverläufe echter Instrumente sehr
originalgetreu nachbilden. Die Tabelle gibt es hier.
Den Oszillatoren
ist ein 12dB Filter mit wählbarer Hoch-, Tief- und Bandpass-Eigenschaft
nachgeschaltet. Die Grenzfrequenzen sind wählbar.
Zwei Analog/Digitalkonverter
befähigen den SID, Potentiomenter abzufragen. Der SID kann außerdem
externe Audiosignale bearbeiten, was es ermöglicht, mehrere SIDs
aneinanderzuhängen oder in komplexen Polyphonischen Systemen einzusetzen.
Die Unterschiede zwischen den
SID-Versionen
Der im C-64C und im C-128
eingesetzte 8580 unterschied sich zum Original hauptsächlich durch
etwas abgeänderte Wellenformen und erheblich leisere Samplelautstärke.
Zusäzlich ist bei der neuen Version die Versorgungsspannung verringert
worden.
6581: Alte Version
5/12
Volt Stromaufnahme
Sehr effektive Filter
Lauter "Knacks-Fehler" bei Lautstärkeänderung
Die meisten Leute bevorzugen den 6581, da er "wärmere"
Klänge hervorbringt. Er ist besser geeignet für weichere
Melodien und starke Bässe.
8580: Neue Version
5/9
Volt Stromaufnahme
Filter weniger effektiv
Leiser "Knacks-Fehler" bei Lautstärkeänderung,
praktisch keine Samplewiedergabe möglich
Mehr (kombinierte) Tonwellenformen
Der 8580 hat eine viel klarere "Stimme",
und ist der beste für scharfe Töne und Tiefe Bass-Drums,
wie in Techno-Stücken.
Die SID Module
Für diese zwei Chipversionen
wurden auch zwei Module entworfen, die beide auf der selben Platine
aufgebaut sind. Lediglich in der Bestückung der Spannungsregler
und der Kondensatoren unterscheiden sich die Platinen.
Mehr Information zu den beiden
Modulen gibt es auf Modulseiten.
Um die Stimmenzahl des SID
Synthesizers zu erhöhen, verwendet man einfach mehrere Module.
Hier sind vier fertig aufgebaute SID Module zu sehen.
Damit ist die Tonerzeung
abgeschlossen, und es geht um nächsten Kapitel um die Ansteuerung
durch das Processor Modul.
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