Einen
Modularsynthesizer zeichnet sich durch sein modularen Aufbau aus, aber
auch durch die freie Verdrahtung aller Module. Die Verbindungen werden
in diesem Synthesizer-System mittels 4mm Messleitungen hergestellt.
Die
Messleitungen gibt es in diversen Farben und Längen, können ineinander
gesteckt werden und haben immer seine solide Verbindung zu Buchse. Desweiteren
können Meßgeräte, Oszilloskope und Funktionsgeneratoren aus dem
Laborbereich einfach angeschlossen/integriert werden.
Die
Farbcodierung
In
dem Synthesizer-System wurde zur Erhöhung der Übersicht die Verdrahtungen
der unterschiedlichen Signalarten jeweils eine eigene Farbe (Grün, Gelb und
Blau) verwendet. Diese Farben finden sich auch bei den Buchsen der Module wieder.
Hier jetzt eine Erklärung der Signalarten und die verwendete Farbcodierung
der Verdrahtung.
Grüne
Patch-Kabel für Wellenformen und Audiosignale.
Diese
werden im Syntheseweg eines Synthesizers verwendet um das Ausgangssignal (z.B.
eine Pulswelle) über Filter und Verstärker zum Ausgang zu leiten. Es
handelt sich also um ein Signal, das mittels Lautsprecher wiedergegeben werden
kann, und das der Mensch hören kann. Das Signal ist symmetrisch und hat
in der Regel eine Amplitude von 5Vss. Viele Module verarbeiten jedoch auch
Signalspannungen bis ca. 12Vss. Alle Buchsen, Ausgänge
und auch Eingänge, die eine Wellenform oder eine Audiosignal bereitstellen
oder annehmen sind mit grünen Buchsen versehen.
Blaue
Patch-Kabel für die "Control Voltage" (CV).
Control
Voltage ist eine Steuerspannung mit der die Parameter der einzelnen Module
angesteuert werden. Hier ist die 1V/Oktave Ansteuerung der VCO zu nennen. Mit
einer Spannungserhöhung um ein Volt, wird des Ausgangssignal des VCOs um
eine Oktave höher. Der Spannungsbereich ist in der Regel 0-5V. Es
werden jedoch auch symmetrische Steuerspannungen von -2,5V bis +2,5V verwendet
z.B. vom LFO erzeugt. Steuerspannungen kann man nicht hören, werden also
nur für Steuerzwecke verwendet. Auch die Buchen
die Steuerspannungseingänge und Ausgänge sind in blauer Farbe gehalten.
Gelbe
Patchkabel für Trigger und Gatesignale.
Hierbei
handelt es sich, genau genommen, auch um eine Steuerspannung, die jedoch
nur zwei Zustände haben kann, entweder 0Volt oder 5Volt. Trigger-
und Gatesignale werden Verwendet um Hüllkurven zu starten, das Clocksignal
für den Sequenzer bereitzustellen oder andere schaltende Aufgaben
zu übernehmen. Hier kann man sich an der Digitaltechnik orientieren.
Auch die Buchsen
für Trigger- und Gatesignale sind in gelber Farbe.
In
Einzelfällen ist es möglich und auch sinnvoll die Buchsen mit unterschiedlichen
Signalarten miteinander zu verbinden. Dieses sollte nur in Ausnahmefällen
geschähen, denn in den meisten Fälle führt das zu keinem brauchbaren
Ergebnis!" Deshalb hier noch zwei Ausnahmefälle:
Das
Ausgangssignal eines LFOs im, besonderen die Rechteckwelle, kann gut als Triggersignalquelle
verwendet werden. Hier ist jedoch die symmetrische zu nennen, die jedoch von vielen
Module mit Trigger- oder Gateeingang ohne Probleme verarbeitet werden.
Schnelle
Steuerspannungen, wie z.B. der die Sinusausgangsspannung eines LFOs können
auch als Wellenform verwendet werden und sind auch hörbar. Dieses gilt jedoch
nur wenn die Frequenz (für eine Steuerspannung) relativ hoch ist.
Also
ausprobieren, kaputt geht nichts, man sollte jedoch niemals zwei Ausgänge
gegeneinander schalten.
Es gibt
auch noch das interne Bus-System, das für
die Spannungsversorgung zuständig ist und Steuerspannung und Gate-Signal
für alle Module bereitstellt. Diese Anschlüsse befinden sich auf der
Rückseite, bzw. im Inneren eines Synthesizer-Systems.